MANDALAS - BEDEUTUNG, SYMBOLIK UND WIRKUNG

"Ein Mandala symbolisiert die gesamte Schöpfung“

Mandala ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet Kreis bzw. Kreis, um dessen Zentrum sich alles dreht. Bei Mandalas handelt es sich also um Kreisbilder, die in vielen Kulturen, insbesondere im Buddhismus und Hinduismus, ein religiöses Symbol darstellen und als Mittel zur Meditation dienen. Sie sind immer nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Die Formen haben eine klar definierte Mitte, bewegen sich um den Mittelpunkt herum und sind fast immer konzentrisch aufgebaut.

 

Ein Mandala symbolisiert die gesamte Schöpfung oder den Kosmos. Nicht nur in den östlichen Religionen spielen Mandalas eine Rolle. In gotischen Kirchen findet man Mandalas in Rosettenfenstern oder Fußbodenmosaiken als Abbildungen der Schöpfung. Gemeinsam ist in allen Religionen die Deutung, dass das Zentrum des Kreisbildes das Göttliche darstelle, der Umkreis dagegen die Welt.

 

Im Gegensatz zu den kultischen, religiösen Mandalas, die nach strengen Regeln angeordnet sind, gibt es die individuellen Mandalas, die der freien Fantasie entspringen. Der Begründer der Analytischen Psychologie C.G. Jung hat sich intensiv mit ihnen beschäftigt. Nach seiner Ansicht verkörpern sie Urformen oder Archetypen. Diese finden sich in den unterschiedlichsten Variationen wieder: in der Struktur von Atomen oder Kristallen, Blütenkelchen oder Planeten. Sie ließen sich aber auch auf die seelisch - geistige Entwicklung eines Menschen übertragen. Das Mandala stelle die Seele dar; seine Mitte sei gleichzusetzen mit dem Selbst. Vertiefe man sich in das Zentrum eines Mandalas könne man sich sozusagen auf eine Reise in das eigene Selbst begeben. Wie unser Unterbewußtes auf Mandalas reagiert, könne laut Jung sogar therapeutische Wirkung haben.

 

Symbole tragen eine starke Kraft in sich und das Anordnungsprinzip von Formen und Farben sprechen unser Unterbewußtes an. Dieses setzt die Harmonie der symbolischen Geometrie in einem Mandala in Beziehung zu unseren inneren Mustern. Dabei können wir die inneren und äußeren Muster miteinander harmonisieren und die innere Ordnung wieder herstellen (R. Dahlke).

© 2015 by Sylvia Sachse Impressum/Datenschutz

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